Honig ist nicht das einzige Produkt, das wir von der Honigbiene gewinnen. Erfahre hier, was die Bienen sonst noch so produzieren.

Honig

HonigglasDer Honig ist sicherlich das bekannteste Produkt der Bienen. Es entsteht aus Nektar den die Bienen in Blüten finden. Er wird zunächst im Honigmagen der Bienen gespeichert und in den Stock gebracht. Der Nektar hat, wenn er gesammelt wird, je nach Tageszeit und Witterung zwischen 5% und 80 % Zucker. Es handelt sich dabei vorwiegend um Rohrzucker (Zweifachzucker), Trauben- und Fruchtzucker (Einfachzucker). So ist der Nektar für die Bienen nicht genießbar und nicht haltbar genug. Er wird also von den Biene immer wieder weitergegeben und dabei mehr und mehr mit Enzymen versetzt. So werden die Zweifachzucker zu Einfachzucker gespalten, denn nur Einfachzucker können die Bienen verwerten. Gleichzeitig wird der Nektar von den Bienen aktiv getrocknet. So hat der Honig, wenn er von den Bienen eingelagert wird, einen Wassergehalt von höchstens 18% und ist so mehrere Jahre haltbar. Dieser Reifungsprozess dauert mehrere Tage.
So enthält der Honig neben Fruchtzucker (34% - 45%) und Traubenzucker (26% - 41%) noch verschiedene Enzyme (Fermente), Mineralstoffe, Vitamine, Duft - und Aromastoffe sowie Wasser. Er ist also mehr als nur ein Gemisch aus verschiedenen Zuckersorten!
Lagern sie ihren Honig am besten Dunkel und erhitzen sie ihn nicht über 40°C. So bleiben die Fermente und Vitamine im Honig lange erhalten!

Bienenwachs

WabeBienenwachs wird von den Bienen am Hinterleib in Plättchen ausgeschwitzt. Aufgrund der Temperatur von etwa 35°C, die in einem Bienenstock herrschen, ist der Wachs geschmeidig und kann von den Bienen so zu den Waben verbaut werden.
Bienenwachs besteht im wesentlichen aus Myricrin, das im hauptsächlich aus Estern besteht. Weiterhin enthält es Säuren, gesättigte Kohlenwasserstoffe und Alkohole. Bei 62° - 65°C wird Bienenwachs flüssig.
Bei uns Imkern befindet sich das Wachs in einem steten Kreislauf. Nachdem die Bienen es zu Waben verbaut haben und die Waben aufgrund von mehrfachern bebrüten aus dem Stock entfernt werden, werden sie zunächst geschmolzen. Dies geschieht elektrisch oder mit einem Sonnenwachsschmelzer. Wenn man genug zusammen hat, wird das Wachs gereinigt und zu Eimergrossen Blöcken geschmolzen. Diese werden dann wiederum zu Mittelwänden gegossen und in die gedrahteten Rähmchen eingelötet. So bekommen es die Bienen, sozusagen als Starthilfe, wieder in den Stock gegeben. Darauf bauen sie ihre nächsten Waben.
Wachs wird aber auch in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie verwendet, oder auch als Trennmittel für die beliebten Gummibärchen! Aber auch zu Kerzen kann man es verarbeiten.

Propolis

Propolis ist ein wohl eher unbekanntes Bienenerzeugnis. Die Bienen stellen es aus Baumharzen her. Sie mischen diesen mit Wachs, Pollenanteilen und Speichelsekreten. Heraus kommt eine zähe, klebrige Masse, welche die Bienen verwenden, um Ritzen und Spalten abzudichten. Weiterhin hat es eine Bakterien und Pilz abtötende Wirkung. Es wird vor allem vorm Winter verstärkt verteilt und schützt das Volk so vor Erkrankungen.
Sammeln kann man es, indem man es einfach abkratzt, überall dort wo die Bienen es hinkleistern.
Einige lösen es dann in Alkohol. Bei Anzeichen einer nahenden Erkältung werden ein paar Tröpfchen dieses Gemisches in den Rachenraum gegeben. Oft kann man so die Erkältung abwenden. Aber eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar, sowohl innerlich als auch äußerlich, etwa bei der Wundbehandlung oder Sonnenbrand oder zur Stärkung der Immunabwehr.

Zitat

Ich kann dich nicht verstehen. Willst du damit sagen, daß ihr, du und die Elben, ihn nach all diesen entsetzlichen Taten am Leben gelassen habt? Jetzt ist er jedenfalls so schlimm wie ein Ork, und einfach ein Feind. Er verdient den Tod" "Verdient ihn! Das will ich glauben. Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?  Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand. Denn selbst die ganz Weisen können nicht alle Absichten erkennen.

John Ronald Reuel Tolkien,
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